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Rehabilitation · Aquatraining

So wird Ihr Pferdwieder gesund

Individuelle Rehabilitation, eng abgestimmt mit Tierarzt, Tierklinik und Schmied.

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Anwendungs­gebiete

  • Sehnen-, Bänder- und Muskelprobleme
  • Gelenkprobleme
  • Ernährungsprobleme (EMS, Adipositas)
  • Frakturen und postoperative Zustände
  • Chronische Arthroseprobleme
  • Rückenprobleme
  • Konditionsmangel und Regenerationsbedarf

Mittel und Wege

  • Aquatrainer (Horse Gym 2000)
  • Führanlage für Konditionstraining
  • Longenarbeit
  • Kraft- und Konditionstraining ohne Reiter

Alle Maßnahmen werden eng mit dem vorbehandelnden Tierarzt, der Tierklinik und dem Schmied abgestimmt.

Hufbearbeitung auf dem Hof
Hufbearbeitung auf dem Hof
Behandlung im Reha-Stall
Behandlung im Reha-Stall

Training,
das entlastet

Aquatrainer · Horse Gym 2000

Sehnen- und gelenkschonendes Training auf dem Unterwasserlaufband.

  • Rehabilitation nach Verletzungen oder Operationen
  • Muskelaufbau und Ausdauerverbesserung
  • Sanftes Training für ältere Pferde
  • Unterstützung bei Sehnen- und Gelenkproblemen
30 Minuten · 55

Auch für Pferde, die nicht bei uns eingestellt sind.

Pferd im Aquatrainer, Horse Gym 2000

Einblicke in
unseren Reha-Alltag

Wie ein Reha-Aufenthalt tatsächlich abläuft, welche Pferde zu uns kommen und was aktive von passiver Rehabilitation unterscheidet.

Führanlage

Wie eine Reha
aufgebaut ist

Bevor Ihr Pferd kommt

Am Anfang steht die Diagnose Ihres Tierarztes. Sie bestimmt, was möglich ist und was nicht — und sie bestimmt, ob überhaupt aktiv gearbeitet werden darf oder ob zunächst nur passive Maßnahmen infrage kommen.

Wir stimmen den Trainingsstand deshalb vor Beginn mit dem behandelnden Tierarzt ab und setzen ihn dann in aktive und passive Reha-Maßnahmen um. Diese Abstimmung läuft während des gesamten Aufenthalts weiter.

Aktive Rehabilitation

Das Pferd arbeitet selbst. Der Aquatrainer — ein Unterwasserlaufband vom Typ Horse Gym 2000 — nimmt über den Auftrieb Gewicht von Sehnen, Gelenken und Hufen, während der Wasserwiderstand die Muskulatur fordert. Über die Wassertiefe lässt sich einstellen, welcher der beiden Effekte überwiegt.

Die Führanlage baut Kondition auf, ohne dass ein Reiter das Pferd zusätzlich belastet. Longenarbeit erlaubt es, Gangbild und Belastung gezielt zu beobachten. Zusammen ergibt das Kraft- und Konditionstraining ohne Reitergewicht.

Passive Rehabilitation

Hier wirkt die Maßnahme auf das Pferd ein, ohne dass es arbeiten muss. Solarium und Bemer-Anwendungen gehören dazu, ebenso osteopathische Behandlung.

Für Pferde, die nach einer Operation oder Fraktur noch nicht bewegt werden dürfen, ist das oft die einzige Möglichkeit, überhaupt etwas zu tun — und der Übergang zur aktiven Arbeit will genau getimt sein.

Der wunde Punkt: Stehzeit

Die schwierigste Phase einer Reha ist selten die Behandlung. Sie ist die Stehzeit davor und danach: ein Pferd, das monatelang in der Box steht, verliert Muskulatur, Kondition und oft auch seine Gelassenheit.

Genau dagegen arbeiten Führanlage, Paddockbox und Aquatrainer. Ein Pferd, das ausgelastet ist, behält seine Laune — und ein Pferd mit Laune kooperiert im Training.

Wofür, wie
und wie lange

Wobei Reha etwas ausrichten kann

Die Anwendungsgebiete sind breit, aber nicht beliebig. Sinnvoll ist Rehabilitation überall dort, wo dosierte Bewegung Teil der Genesung ist — bei Sehnen-, Band- und Muskelproblemen, bei Gelenkproblemen und chronischer Arthrose, nach Frakturen und Operationen in der Aufbauphase, bei Rückenproblemen sowie bei Konditionsmangel und Regenerationsbedarf.

Ein eigenes Feld sind ernährungsbedingte Fälle — EMS und Adipositas. Hier greifen Training und Fütterung unmittelbar ineinander: Bewegung verbessert die Insulinempfindlichkeit, während die Ration den Zucker- und Stärkeanteil begrenzen muss. Eines allein wirkt selten.

Was Rehabilitation nicht ist: eine Behandlung. Diagnose, Medikation und Beschlag liegen bei Tierarzt, Klinik und Schmied. Wir setzen deren Vorgaben in ein Trainingsprogramm um.

Wie ein Aufenthalt abläuft

Vor dem Einzug klären wir die Diagnose und den erlaubten Trainingsstand mit dem behandelnden Tierarzt. Daraus ergibt sich, ob zunächst nur passive Maßnahmen infrage kommen oder ob aktiv gearbeitet werden darf.

In der Aufbauphase wird jeweils nur eine Größe gesteigert: erst die Dauer, dann Geschwindigkeit oder Wasserstand. Wer alles gleichzeitig erhöht, kann eine Reaktion des Pferdes hinterher keiner Ursache zuordnen.

Laufend werden Einheiten, Einstellungen, Gangbild und Umfangmaße dokumentiert, dazu Fotos aus demselben Winkel. Erst der Vergleich über Wochen zeigt, ob eine Maßnahme wirkt.

Am Ende steht kein Datum, sondern ein Übergang: erst an der Longe, dann behutsam unter dem Reiter. Die tragende Muskulatur unter dem Sattel braucht länger als die Kondition.

Fütterung ist Teil der Reha, nicht Beiwerk

Ein Pferd, das Muskulatur aufbauen soll, braucht dafür Energie und Eiweiß. Fehlt beides, baut es genau die Muskulatur ab, die aufgebaut werden soll — und das Training wirkt gegen sich selbst.

Umgekehrt darf ein Pferd, das abnehmen muss, nicht unter die Mindestmenge Raufutter fallen. Und wenn reduziert wird, dann höchstens um 1 % der Lebendmasse pro Woche: Eine schärfere Restriktion kann eine Hyperlipidämie auslösen, die bei Ponys lebensbedrohlich verläuft.

Deshalb wird bei Reha-Pferden die Ration mitgerechnet, nicht nebenbei mitgefüttert.

Wann Reha bei uns nicht das Richtige ist

In der akuten Phase gehört ein Pferd in tierärztliche Behandlung, nicht ins Training. Solange eine Diagnose aussteht oder eine Operation ansteht, hat die Klinik Vorrang.

Auch bei einer strikt verordneten Boxenruhe ohne jede Bewegungsfreigabe können wir aktiv nichts tun. Passive Maßnahmen sind dann unter Umständen möglich — das entscheidet der Tierarzt, nicht wir.

Und schließlich: Ohne belastbare Diagnose gibt es keinen Trainingsplan. Ein Programm, das auf einer Vermutung aufbaut, kann mehr schaden als nützen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen aktiver und passiver Rehabilitation?

Aktive Reha bedeutet, dass das Pferd selbst arbeitet — Aquatrainer, Führanlage, Longe. Passive Reha wirkt auf das Pferd ein, ohne dass es arbeiten muss, etwa Solarium oder Bemer-Anwendungen. Welche Form zum Einsatz kommt, hängt von der Diagnose und vom Trainingsstand ab und wird mit dem behandelnden Tierarzt abgestimmt.

Muss mein Pferd bei Ihnen eingestellt sein?

Für den Aquatrainer nicht. Die externe Nutzung ist möglich, Sie können einen Termin direkt online buchen.

Wie lange dauert eine Einheit im Aquatrainer?

30 Minuten, der Preis liegt bei 55 Euro.

Arbeiten Sie mit meinem Tierarzt zusammen?

Immer. Jede Maßnahme wird eng mit dem vorbehandelnden Tierarzt, der Tierklinik und dem Schmied abgestimmt. Wir ersetzen keine tierärztliche Diagnose — wir setzen sie um.

Warum entlastet Wasser und fordert gleichzeitig?

Der Auftrieb nimmt Gewicht von Gelenken, Sehnen und Hufen. Gleichzeitig muss jede Bewegung gegen den Widerstand des Wassers erfolgen, der weit über dem der Luft liegt. Die Muskulatur arbeitet also stärker, während die Struktur weniger belastet wird.

Bei welchen Diagnosen ist eine Reha sinnvoll?

Überall dort, wo dosierte Bewegung Teil der Genesung ist: Sehnen-, Band- und Muskelprobleme, Gelenkprobleme und chronische Arthrose, Frakturen und postoperative Zustände in der Aufbauphase, Rückenprobleme, Konditionsmangel sowie ernährungsbedingte Fälle wie EMS und Adipositas.

Wann ist eine Reha bei uns nicht das Richtige?

In der akuten Phase und solange eine Diagnose aussteht — dann gehört das Pferd in tierärztliche Behandlung. Bei strikt verordneter Boxenruhe ohne Bewegungsfreigabe können wir aktiv nichts tun; ob passive Maßnahmen möglich sind, entscheidet der Tierarzt.

Wie wird der Fortschritt festgehalten?

Trainingseinheiten, Geräteeinstellungen, Gangbild und Umfangmaße werden dokumentiert, dazu Fotos aus demselben Winkel. Erst der Vergleich über Wochen zeigt, ob eine Maßnahme wirkt — im täglichen Umgang sieht man es praktisch nie.

Wird die Fütterung mit angepasst?

Ja, und das ist kein Beiwerk. Ein Pferd, das Muskulatur aufbauen soll, braucht dafür Energie und Eiweiß; fehlt beides, baut es genau die Muskulatur ab, die aufgebaut werden soll.

Wie wird das Aquatraining aufgebaut?

Kurz und flach beginnend, dann jeweils nur eine Größe steigern: erst die Dauer, dann Geschwindigkeit oder Wasserstand. Wer alles gleichzeitig erhöht, kann eine Reaktion des Pferdes hinterher keiner Ursache zuordnen.

Was kostet ein Reha-Aufenthalt?

Für den Aquatrainer als Einzelleistung sind es 55 Euro je Einheit. Ein Aufenthalt hängt von Dauer, Boxentyp und Programm ab — sprechen Sie uns bitte an.

Verschenken geht auch

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